Gaming und PC

Abenteuer PC-Bau (Teil 3)

Case geputzt, Hardware bereit, weiter geht’s mit der richtigen Arbeit:

Kapitel 3 – Tool time… Oder: Arbeit für meine linken Hände

Schritt 1: Lüfter einbauen. Einmal vorne (zieht Luft ein und hat eine schöne rote LED) und einmal hinten (bläst Luft raus) ein. Schon hier wird’s etwas mühseliger als erhofft, da das Licht beim Esstisch einfach zu schlecht ist. Also muss eine Taschenlampe her… Die eine Seitenwand hat auch Platz für einen Lüfter, auch dieser zieht Luft ins Gehäuse rein. Das „Dach“ lasse ich vorerst noch weg, hier warte ich noch auf einen zusätzlichen Lüfter, so dass am Schluss zwei 200mm-Lüfter die warme Luft nach oben aus dem Case pusten.

Schritt 2: Laufwerke. Das DVD-Laufwerk ist schnell eingerastet, die SSDs in die entsprechenden Halterungen geschraubt, genau wie eine meiner HDDs. Die zweite HDD hat eine spezielle Halterung ohne Schrauben, dafür mit kleinen Stiften, von denen einer ständig heraus fällt. Nach mehreren Versuchen hält das kleine Miststück endlich.

Schritt 3: Netzteil einbauen. Das Dark Power Pro 11 bietet ein Kabelmanagement und viele, viele (viele) Kabel. Die Kabel (habe ich schon erwähnt, dass es viele sind) lasse ich vorerst verpackt, zuerst muss der Klotz festgeschraubt werden. Ich versuche verschiedene Schrauben, allerdings lassen sie sich entweder gar nicht reindrehen oder sie halten nicht. Ich krame sogar das alte Netzteil zwecks Vergleich hervor, aber die Schrauben, die dort passen, gehen beim Neuen nicht…

Hätte ich gleich zu Beginn das Handbuch richtig studiert, wäre mir eventuell dieser Satz aufgefallen:

netzteilhandbuch

Juhuu, im ganzen Kabelwirrwarr findet sich tatsächlich ein Beutelchen mit Schrauben… Aber auch diese sehen etwas komisch aus und passen nicht wirklich… Are you f*cking kidding me?! Ist der Hersteller zu blöd, die richtigen Schrau… Moment, da ist noch ein zweites Schraubenbeutelchen… *peinlichguck*

Das Netzteil sitzt nun endlich. Ich hab‘ ja gesagt, es geht nicht ohne Pannen…

Schritt 4: Mainboard vorbereiten. Die CPU in den Sockel zu setzen gehört zum Glück zu den einfachsten Schritten, viel falsch kann man nicht machen. Genauso wie die RAM-Riegel in die entsprechenden Bänke zu setzen, woran ich zum Glück gedacht habe, bevor ich den Kühler montiere. Danach bringt man die Dinger nämlich nicht mehr rein.

Womit wir bei dem Bauteil wären, dass mir vor 6 Jahren am meisten Kopfzerbrechen bescherte:

Schritt 5: CPU-Kühler montieren. Zuerst die grosse Frage, wie herum er eingebaut werden muss. Zieht der angebrachte Lüfter die Luft an oder bläst er sie weg? Lösung: Er zieht Luft an, muss also auf der rechten Seite sein. Die Backplate ist schnell am Mainboard fixiert, weiter geht’s zu den Halterungen: Schrauben durchs Loch, Mutter auf der anderen Seite dran, fertig! Wäre es zumindest, wenn ich die Schrauben richtig herum angebracht hätte… Wäre ja auch langweilig, wenn ich es auf Anhieb hinkriegen würde.

Also nochmals weg nehmen und richtig herum festschrauben um sie anschliessend am Kühler zu montieren. Wärmeleitpaste auf den Prozessor schmieren, mittels nicht mehr genutzter Kundenkarte verstreichen, schmutzige Karte auf die Seite legen und erst später merken, dass sie den Tisch verdreckt und zudem die noch offene Tube Leitpaste auch noch ausläuft… Jetzt habe ich den Faden verloren… Ach ja: Kühler aufs Mainboard resp. die Schrauben der Backplate legen und letztere von Hinten festziehen. Und es hält tatsächlich! Wunder geschehen halt doch noch.

Schritt 5b: Jetzt muss ich erst mal den Tisch putzen… Dämliche Wärmeleitpaste…

Schritt 6: Mainboard einbauen. Zuerst muss natürlich die I/O-Blende rein, die ich aber selbstverständlich verlegt habe und die erst nach kurzer Suche wieder auftaucht. Das Mainboard sitzt, ich schraube es fest, ohne mit dem Schraubenzieher abzurutschen und über das Board zu kratzen. Success!

Schritt 7: Grafikkarte rein. Ein Routinejob: Einklicken, vorne festschrauben, fertig. Genauso Routine, wie sie gleich wieder herauszuschrauben, weil ich festgestellt habe, dass sie die S-ATA-Ports verdeckt und ich dort nicht herankomme…

Schritt 8: Alle SSDs, HDDs und DVD-LW wie S-ATA-Kabel angeschlossen… Jetzt kann die Grafikkarte definitiv rein… Hoffe ich…

Momentan wirkt das Gehäuse noch recht aufgeräumt… Aber es fehlen ja noch die ganzen Kabel für die Stormversorgung… (im Bild fehlen noch die S-ATA-Kabel)

case.jpg

Schritt 9: Kabelsalat produzieren. Die erste Herausforderung stellt schon das 24-PIN-Stromkabel fürs Mainboard dar… In all den mitgelieferten Kabeln findet sich kein passendes! Nach minutenlangem panischem Handbuchstudium dann die Erleuchtung: Das Drecksding steckt bereit im Netzteil (im Bild oben gleich rechts vom Dark Power Pro am Gehäuseboden zu sehen)… Man müsste nur die Augen aufmachen… Die restlichen Kabel sind dann mehr oder weniger selbsterklärend. Allerdings herrscht jetzt richtig Kabelsalat…

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Mir fehlt noch ein Lüfter, danach kann ich definitiv mal aufräumen…

Apropos Lüfter: Die zwei eingebauten Propeller wollte ich schon mal an die CHASSIS_FAN-Anschlüsse des Mainboards anschliessen. Damit ich an einen der Anschlüsse herankomme, muss die Grafikkarte nochmals raus… Und es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal sein.

Morgen unterziehe ich das Setup mal einem ersten Test… Der neue Beitrag kommt um 20.00 Uhr. Bis dann!