Ein für mich aussergewöhnlich ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit für ein wenig Rekapitulation.
Ein volles Kinojahr
Fangen wir doch mal mit dem Thema „Kino“ an. Seit 2018 bin ich Mitglied der Kultmoviegang und pilgere somit regelmässig (teilweise fast wöchentlich) am Freitagabend nach Bern. Da ich ja so meine liebe Mühe habe, auf Menschen zuzugehen, war ich da aber eher immer „am Rande“ dabei – also für die Filme, ohne das Drumherum. Als Ende letztes Jahr ein paar Vorstellungen in Zürich angesagt waren, bot sich für mich die Gelegenheit, mit der Truppe vor der Vorstellung Essen zu gehen – etwas, dass mir bei den Berner Screenings bisher aus Zeitgründen nicht möglich war. Dadurch wurde ich automatisch ein wenig „offener“ und kann nun nicht nur den Film sondern auch das „Drumherum“ mehr geniessen.
In diesem Jahr habe ich mich dann aufgerafft und an jedem Pre-Worst-Night-Foyer-Game teilgenommen (wenn auch eher erfolglos), bin an diverse Filmfestivals und Events, und hatte einen Mordsspass dabei. Nachfolgend ein paar meiner Highlights… Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen:
27. Januar: Surprise-Screening Nr. 1 (Worst-Night)
Das erste Surprise-Screening des Jahres. Konfus und mies, wie jedes Werk von „NB“. Wer gerne einem Typen zuschaut, wie er den halben Film lang durch die Wüste rennt: That’s YOUR movie!
25. März: John Wick – Chapter 4
Einer der wenigen „normalen“ Filme, die ich dieses Jahr im Kino gesehen habe. John Wick ist für mich zum Inbegriff von „Hirn aus, Spass an“ geworden. Die Story von Teil zu Teil dämlicher, aber die Action geht sowas von ab und fesselt mit langen Takes und einem Schauspieler, dem man anmerkt, dass er viele Stunden am Schiessstand verbracht hat.
14. April: Voyage of the Rock Aliens (Worst-Night)
Quasi ein überlanges Musikvideo, aber immerhin mit recht stimmigem Sound. Sehr abgefahren! Yes, Sheriff, I have seen something strange around here!
11. – 14. Mai: Kult-Attack: 80er-Jahre-Filmfestival
Vier Tage im Kino sitzen und alte Kultfilme geniessen? Check! Mein Bericht –> Attack!
03. – 07. Juli: Neuchâtel International Fantastic Film Festival (NIFFF)
Nächstes Filmfestival, auch wieder viele Highlights, es hätte aber nicht ganz so heiss sein müssen. Nächstes Jahr reicht mir dann vermutlich ein verlängertes Wochenende. Trotzdem eine tolle Erfahrung, die ich ebenfalls niedergeschrieben habe –> Fantastique!
01. September: The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert (Kultfriday)
Extrem packendes und charmantes Roadmovie über zwei Drag-Queens und einer Transsexuellen, die quer durch Australien reisen.
02. September: KMG Splash
Mini-Filmfestival im Berner Weyerlibad zum Saisonabschluss. Meine erste Open-Air-Kinoerfahrung überhaupt. Bericht hier –> Platsch!
29. September: Surprise-Screening Nr. 2 (Worst-Night)
Zweites Surprise-Screening, ein weiteres NB-Meisterwerk. So toll, dass ich sogar einen Erfahrungsbericht verfasst habe –> Kreisch!
21. Oktober: KMG-Memberbeizentour
Zuerst im Kino schlechte Filmkunst erleben, dann im Café Brändi-Dog spielen. –> Got Milk?
03. November: GETEVEN (Worst-Night)
Ein weiterer Filmemacher, der alles sein will (Produzent, Regisseur, Drehbuchschreiber, Schauspieler), aber nichts davon richtig kann. Nicht mal blinzeln kann er… Dafür verängstigt in die Kamera schauen –> Do the Shimmy Slide!
08. Dezember: Elf (Kultfriday)
Vor den Festtagen noch eine Überraschung: Die Weihnachtskomödie mit Will Ferrell als Mensch, der unter Elfen aufwächst, ist witzig und rührend zugleich. Candy fürs Herz!
22. Dezember: The Room (Worst-Night)
Zum Jahresabschluss ein Klassiker! Da ich den Film schon kannte, habe ich den Bericht schon im Vorfeld verfasst. Der Abend wurde dann auch der erwartete Hit mit Football, Spoons und nettem Gegrüsse im fast vollen Kinosaal. Wenn ihr (im Gegensatz zu Chris-R) „FIVE FUCKING MINUTES“ übrig habt –> Tear me apart!
Meinen „cineastischen“ Jahresrückblick gibt’s bei YouTube:
Games, Games, Games
Ok, in Sachen Games lief dieses Jahr gar nicht so viel. Ich geniesse ab und zu eine Runde „Ready or Not“ (seit Dezember aus dem Early Access) oder „Escape Simulator“, zwischendurch kommt was Spannendes im Game Pass, und für „You don’t know Jack“ gibt’s eine deutsche Fanmod, leider nicht mit Kai Taschners Stimme. Ansonsten geniesse ich immer mal ältere Titel, sofern sie noch laufen (ich will ja nicht sagen, dass früher alles besser war, aber früher war alles besser!).
BUT: Seit Anfang Jahr bin ich auch in VR unterwegs, und meine Fresse ist das geil. Ich kann stundenweise in Half-Life: Alyx, Resident Evil 4 VR, Walkabout Mini-Golf oder der kostenlosen VR-Mod für Half-Life 2 verbringen. Nach der Erfahrung musste ich mich erst wieder zwingen, „normale“ Games zu zocken. Mein Bericht zu VR gibt es hier.
Privates
Als private Highlights würde ich mal drei Punkte aufzählen:
Umzug Webseite
Der Umzug vom Gratis-Wordpress-Blog zur richtigen Webseite hat sich gelohnt. Zwar muckt die Seite im Backend ab und zu, und ich durfte sie schon ein paar Mal von Backups wieder herstellen, weil ich was blödes rumgepfuscht habe, aber ich bin halt so viel freier in der Plugin- und Theme-Wahl. Besonders stolz bin ich auf meine Kinostatistik!
Weiterbildung
In grauer Vorzeit absolvierte ich die KV-Lehre. Eines meiner liebsten Berufsschulfächer war Rechnungswesen, wo ich in der LAP einen recht ansehnlichen 5.5er schrieb. Nach über 20 Jahren ist mein Wissen aber so eingerostet, weil ich nichts davon im Alltag benötige. Daher habe ich mal via Migros Klubschule einen Basiskurs besucht – quasi das, was man im ersten Lehrjahr lernt, in sieben Abende gequetscht. Tja, und ich war recht schnell wieder in der Materie drin. Das war motivierend genug, dass ich mich noch mehr in diese Richtung weiterbilden werde, und wer weiss, vielleicht entwickelt sich daraus auch beruflich etwas Neues. Wish me luck!
Augenlasern
Im Dezember habe ich mir die Augen lasern lassen, da ich die Brille langsam satt hatte und Kontaktlinsen nicht wirklich gut vertrage. Ein Bericht dazu ist in Arbeit – da der Heilprozess aber zwei Monate dauert, warte ich noch bis Ende Februar, bis ich ihn veröffentliche.
Frohe Festtage und einen guten Rutsch!
Das war er also, mein first ever Jahresrückblick in Schriftform. Macht Spass, das Jahr Revue passieren zu lassen. Ich freue mich auf ein interessantes 2024. Rutscht gut und bleibt gesund.
Danke fürs Mitlesen.
Pascal
