Willkommen zu meinem Reisetagebuch. Eine ganze Woche lang statte ich der schwedischen Hauptstadt einen Besuch ab.
Mein letzter halber Tag in Stockholm! Das letzte Mal in diesem bequemen Bett aufwachen. Ich ziehe es etwas in die Länge und bleibe liegen. Hach, das werde ich vermissen. Das Frühstück halte ich recht kurz, noch schnell alles gepackt und an der Reception ausgecheckt. Bye bye Motel L!
Mit Tram und Metro geht’s zum Hauptbahnhof, wo mein Gepäck temporär in einem Schliessfach landet. Die Kamera kommt mit, in der Hoffnung, dass noch ein paar Schnappschüsse gelingen. Ohne grosses Ziel vor Augen laufe ich rund um den Bahnhof herum durch diverse Gassen und Strassen. Dann zieht es mich gegen Westen zum Rathaus und von dort dem Fluss entlang gen Norden. Ein schöner Spaziergang bei nicht allzu schönem Wetter, es herrscht wieder leichter Nieselregen – wie so oft diese Woche. Deshalb reicht es mir nach einer Stunde, auch die Füsse werden wegen der Nässe schon leicht kalt.
Ich hole mein Gepäck wieder und mache mich auf den Weg zum Flughafen. Wie schon beim Hinweg nehme ich den Flygbussen, denn ich habe ja mehr als genug Zeit. Nach 45 Minuten lädt er mich vor dem Terminal 5 aus. Weit muss ich nicht, die Bushaltestelle für den kostenlosen Shuttle, der mich zu meinem Hostel für die nächste Nacht bringt, ist nicht weit. Und nach 10 Minuten stehe ich vor dem JumboStay.
Einen Aufenthalt hier habe ich mir schon lange mal vorgenommen, selbst wenn mein Interesse an Aviatik nicht mehr ganz so hoch ist wie vor ein paar Jahren. Meine Freude wächst mit jedem Schritt, den ich auf die ausgemusterte 747 zumache.
Am Flugzeug betrete ich den Fahrstuhl, da mir Treppenlaufen mit Gepäck zu mühsam ist. Der Fahrstuhl ist für eine einzelne Person mit Gepäck, und der Knopf für die Etage (0 oder 1) muss gedrückt gehalten werden (keine Ahnung, ob das jetzt halbwegs korrektes deutsch ist), sonst hält er an. Aber bald bin ich oben, nichts wie raus und gleich rein in den Jumbo. Die Schuhe müssen im Vorraus ausgezogen oder zumindest Schuhkondome übergezogen werden. Ich bin zu früh dran, mein Zimmer ist noch nicht bereit, aber ein anderes der gleichen Kategorie ist frei, deshalb werde ich schnell umgebucht.
Ich habe einen „Engine Room“ gebucht, also eine Triebwerksgondel, in der früher die Motoren installiert waren:


Das Zimmer besteht eigentlich nur aus einer kleinen, metallenen Vorfläche, einer teppichbezogenen Bühne und dem Bett. Die Kabine ist direkt unter dem Flügel, auf der eine kleine Besucherterrasse ist, deshalb wippt es zwischendurch, wenn jemand umher läuft. Zum Glück wird die Terrasse am Abend geschlossen.
Nachdem ich mich ein wenig eingerichtet habe, wandere ich mit der Kamera einmal um den Vogel herum. Da hier auch ein Geocache versteckt ist, mache ich mich auf die Suche und werde sehr schnell fündig. Es ist mein einiger Fund hier in Schweden, da ich vor lauter Museumshopping in Stockholm nie wirklich Zeit und Lust gehabt habe, in der City auf Schatzsuche zu gehen.
Vom JumboStay sieht man einen Teil des Vorfeldes mit diversen geparkten Jets. Zudem führt direkt hinter dem Hostel ein Taxiway durch. Ansonsten hat Arlanda für Planespotter nicht so viel zu bieten, zudem ist es mir derzeit zu kalt, deshalb haue ich mich in meinem Zimmerchen hin und schaue das Eishockeyspiel zwischen Deutschland (buuuuuh) und unseren Eisgenossen (yeeeeaaaah). Da der Zimmer-TV nur magere sechs Sender bietet, muss halt mein Natel herhalten.
Irgendwann packt mich der Hunger. Da das Hostel kein richtiges Restaurant hat, nehme ich den Shuttlebus zum Terminal und esse dort etwas. Ein kleiner Abstecher in den Buchladen und schon komme ich mit etwas mehr Gepäck zurück.
Inzwischen ist es dunkel. Nach ein wenig herumgesurfe und herumgeyoutube mache ich mich an diesen Eintrag. Es wird vorerst der letzte sein, ihr werdet also in der nächsten Zeit vor meinen geistigen und erzählerischen Ergüssen verschont. Morgen um 15.30h geht’s ab zurück in die Heimat. Und sobald ich zuhause alle Bilder gesichtet und entwickelt habe, werde ich vermutlich ein Best-Of hier veröffentlichen.
Bis dahin danke ich euch allen fürs Lesen, Liken, Kommentieren. Es war interessant, mal so ein Reisetagebuch zu führen.
Bis bald,
Pascal
