Eine Woche lang war ich im wunderschönen Reykjavik. Nun ist es Zeit für eine kurze Rekapitulation.
Inhaltsverzeichnis
- Ankunft und Rückflug
- Das Hotel
- Apps
- Der öffentliche Verkehr
- Die City Card
- Restaurants
- Money, Money, Money
- Wasser
- Bilder
Zuerst hier die Links zu den einzelnen Tagesberichten:
- Sonntag – Ankunft
- Montag – Discovering the City
- Dienstag – Der goldene Kreis
- Mittwoch – Museumshopping
- Donnerstag – Ab in den Vulkan
- Freitag – A whaly sunny day
- Samstag – Der Südküste entlang
- Sonntag – Ein lockerer letzter Tag
Ankunft und Rückflug
Geflogen bin ich mangels Alternativen, die um diese Jahreszeit einen Direktflug aus der Schweiz anbieten, mit der Icelandair. Da ich die „Saga Class“ gebucht habe, war der Service entsprechend zuvorkommend. Breite Sitze, viel Beinfreiheit, kostenlose geräuschdämmende Kopfhörer und eine kostenlose Mahlzeit waren inbegriffen. Das IFE (In-Flight-Entertainment) war nicht gerade umfangreich. Zwar gab es eine Auswahl an Filmen, Serienfolgen und Musik, aber nicht allzuviel. Allerdings muss ich zugeben, dass dies mein ersten Flug war, der überhaupt ein IFE hatte, daher kann ich es nicht mit anderen Airlines vergleichen. Immerhin habe ich beim Rückflug eine tolle Spotify-Playlist entdeckt, die ich jetzt auf privat gerne höre.
Das Hotel
Mein Hotel war das Reykjavik Lights by Keahotels:
https://goo.gl/maps/Q418J1C9M2Nns4hn6
Ich hatte ein Einzelzimmer, das ziemlich klein war. Allerdings ist mir das meist egal, da ich sowieso nur zum Schreiben und Schlafen dort bin. Leider war der Schreibtisch auch recht knapp bemessen, daher habe ich meine Texte immer auf dem Bett abgetippt, was auf Dauer recht anstrengend war, obwohl das Bett an sich extrem bequem war.
Wie es in Städten halt so ist, hatte ich nicht wirklich eine tolle Aussicht. Vor dem Fenster war direkt die Feuertreppe. Daher habe ich die Rollos immer gleich heruntergelassen, sobald ich das Zimmer betreten habe.
Das Bad war leider leider etwas nervig-klein. Grob geschätzt ca. 170 cm x 170 cm. Die Duschecke war nur durch eine bewegbare Glaswand vom Klo getrennt, so dass man beim Duschen das halbe – auch mal das ganze – Bad unter Wasser setzte.
Die Lage des Hotels war für mein Bedürfnis top. Nicht direkt im Zentrum, aber man war innert 20 Minuten zu Fuss dort. In der Nähe hat es auch eine Bushaltestelle, wo je nach Tageszeit mal mehr oder weniger oft ein Bus fährt. Zudem hat es in direkter Nähe mehrere Restaurants (zwei davon im gleichen Gebäude wie das Hotel), die am Abend oft weniger gut gefüllt waren als die im Stadtzentrum. Dafür kein eigenes Restaurant.
Das Frühstücksbuffet war nicht extrem gross, aber abwechslungsreich genug. Geschmeckt hat es auch. Teilweise waren die warmen Speisen (Rührei, Bohnen, Würstchen) schon etwas kalt, ich weiss nicht, ob ich einfach immer den falschen Zeitpunkt getroffen habe.
Eine Hotelbar hat es auch, allerdings hat die nur alkoholische Getränke. Daneben hat es ein Kühlregal mit anderen Getränken und diversen Snack, Joghurts, Sandwiches zum Kauf.
Alles in Allem ein annehmbares Hotel mit guter Lage.
Apps
Ich habe im Voraus drei Apps installiert (wenn ihr auf den Namen klickt, gelangt ihr zum Play-Store):
- Reykjavik-Guide by Triposo: In der App findet man alle nötigen Lokalitäten und kann sogar Trips buchen. Benutzt habe ich sie allerdings nur zur schnellen Umrechnung von ISK zu CHF, da es direkt auf der Startseite einen Währungsrechner hat. Zudem hat es ein kleines Isländisch-Wörterbuch, das ich ab und zu mal zu Rate gezogen habe.
- GetYourGuide: Bekannt aus der Werbung. Habe ich benutzt, um einige Touren zu buchen. Es sind nicht alle Touren dort drin, ich musste auch mal auf die normalen Anbieter-Homepages ausweichen.
- Straeto.is: Straeto ist der Dienstleister, der die öV-Buslinien in Reykjavik (und ganz Island) betreibt. Die App bietet einen Routenplaner, der leider teilweise etwas zu knapp kalkuliert (Umsteigezeit 0 Minuten, und das im Stadtverkehr, wo eh kein Bus pünktlich ist). Manchmal etwas mühsam zu bedienen, vorallem, wenn die Namen der Bushaltestellen nicht kennt resp. schreiben kann. Tickets kann man in der App auch kaufen, habe ich aber nie verwendet, da ich die City Card hatte. Ein tolles Feature ist die Live Map, in der in Echtzeit die Position aller Busse angezeigt wird (via Filter können die gewünschten Buslinien an- oder ausgeschaltet werden.) Ist alles auch auf der Homepage www.straeto.is möglich.
Der öffentliche Verkehr
Island hat weder Eisen- noch U-Bahn sondern nur ein Busnetzwerk. Da ich in Schweizer Städten selten mit dem Bus unterwegs bin kann ich hier keine Vergleiche ziehen, sondern nur meine Eindrücke der gelben Straeto-Busse widergeben.
Tagsüber fahren die Busse je nach Linie im 15- oder 30-Minuten-Takt. Wird eine Haltestelle von mehreren Linien bedient, erhöht sich der Takt dadurch etwas, was aber auch davon abhängt, wohin man will. An der Haupteinkaufsstrasse „Laugavegur“ befindet sich der Bus-Hub „Hlemmur“. Von dort aus hat man regelmässig einen Bus in alle Winkel der Stadt.
Am Abend reduziert sich der Takt leider schon sehr früh. In meinem Fall war es so, dass ich bereits ab 22 Uhr oft schneller zu Fuss im Hotel war, als wenn ich auf einen Bus gewartet habe.
Die Busse werden konsequent vorne bestiegen und dem Busfahrer sein Ticket gezeigt.
Die City Card
Die Reykjavik City Card gibt es in einer 24-, 48- und 72-Stunden-Version. Zu den Vorteilen gehören:
– Kostenloser Transport in allen Straeto-Bussen im Grossraum Reykjavik
– Gratiseintritt in diverse Museen (nur öffentliche)
– Gratiseintritt in den Zoo und Family-Park
– Gratiseintritt in die Thermalbäder, Saunas und und Hot Pots
– Gratis mit der Fähre zur Insel Viðey fahren
– Rabatte in diversen Läden
Ich habe sie hauptsächlich für die Busfahrten genutzt. Die meisten meiner besuchten Museen waren „privat“ und daher nicht gratis. Ich kam nur in zwei Museen gratis rein, der Rest hat mich zu wenig interessiert. Zudem nutzte ich den Gratiseintritt in den Zoo. Dass es Rabatte in einigen Läden gibt habe ich erst ganz am Schluss bemerkt, als ich einen Prospekt erhalten habe. Dieser wurde mir vorher nie abgegeben.
Im Grossen und Ganzen habe ich den Wert für die drei bezogenen Karten (2x 72h, 1x 48h) wohl nicht herausgeschlagen, auch da ich viele Wege zu Fuss statt mit dem Bus zurückgelegt habe. Für mich hat es sich trotzdem gelohnt, denn der Stresslevel ist einiges kleiner als wenn man sich jede Busfahrt mit dem Ticketkauf herumschlagen muss.
Die Restaurants
Ich bin kein Restaurantkritiker und was das betrifft auch ziemlich leicht zufrieden zu stellen. Alles was ich will, ist mit einem vollen Magen wieder aus dem Gebäude zu gehen. Trotzdem versuche ich, jeweils kurz zu jedem Restaurant etwas zu sagen, das ich besucht habe (inklusive lächerliche Bewertungsskala à la Galileo). Im Restaurantnamen verlinke ich nach Möglichkeit die jeweilige Homepage. Ich beschränke mich hier auf die Geschäfte in der Stadt selber. Essenspausen auf Touren bewerte ich nicht.
- Askur Brasserie – Charmantes Restaurant mit einer bunten Karte und relativ grosser Auswahl an Mexikanischem, Hamburgern, Pasta und Fisch. Meine Fajitas waren sehr gut, auch wenn die Tortillas etwas hart waren. Zudem gibt es einen gratis Pitcher Wasser. 4 von 5 hungrigen Elefanten.
- Eldsmidjan – Scheint eine Pizzeriakette zu sein. Eine Filiale befand sich im gleichen Gebäude wie mein Hotel. Man bestellt an der Theke entweder zum Mitnehmen oder hier essen, und sucht sich dann einen Platz. Scheint aber wirklich nur Pizza zu geben dort. Meine war etwas matschig. Immerhin war Getränke-Refill gratis. 3 von 5 hungrige Elefanten.
- Krúska – Ein kleines Restaurant, das sich auf gesunde Speisen spezialsiert. Auch im Take-Away-Style, bestellen an der Theke und dann hinsetzen. Diverse vegane und vegetarische Angebote, aber auch ein paar wenige mit Poulet. Nicht sehr umfangreiche Karte. Mein Poulet war lecker, der restliche Salat nicht so nach meinem Geschmack. 2 von 5 hungrigen Elefanten.
- Old Iceland – Ein Restaurant mitten in der Stadt. Auswahl nicht sehr gross, dafür hatte ich hier den besten Salat meines Lebens (Salat mit Tindurkäse, datteln, gerösteten Nüssen und Erdbeeren(!!!)). Das anschliessende Lamm-Ribeye mit Lamm-Schulter und diversen feinen Beilagen war schön zart. Zum Schluss setzte ein feiner Brownie noch das Tüpfelchen auf das I. Auch hier war übrigens ein kostenloser Krug Wasser dabei. 5 von 5 hungrigen Elefanten.
- Jómfrúin – Hier hatte ich das einzige Mal Fisch. War nicht schlecht, aber das beiliegende Grünzeug war mir etwas zu pieksig. 3 von 5 hungrigen Elefanten.
- Brass Kitchen & Bar – Gute Auswahl, gratis Wasser. Habe den Lammburger probiert, das erste Mal, dass ich einen Burger mit Messer und Gabel essen musste, weil er so dick war. Geschmeckt hat’s auch. Am Ende musste ich ewig warten, bis ich bezahlen konnte, obwohl das Restaurant ziemlich leer war. 4 von 5 hungrigen Elefanten.
- Geysir Bistro – Kostenloser Krug Wasser und gute Auswahl. Toller Lammspiess, wenn auch etwas klein für mich Vielfrass. Dafür habe ich mir ein Dessert gegönnt. 4 von 5 hungrigen Elefanten.
- Culiacan – Mexikanisches Restaurant. Bestellen an der Theke. Die Chimichanga war nicht schlecht, aber nichts, was gross herausstechen würde. 3 von 5 hungrigen Elefanten.
Money, Money, Money
Bezahlt habe ich praktisch alles mit meiner Prepaid-Kreditkarte in CHF. Bargeld habe ich nur für Trinkgeld verwendet, resp. gegen Ende ein paar Mal zum Bezahlen, damit ich es loswerde.
Island ist hier sehr fortschrittlich, ich habe kein einziges Geschäft entdeckt, in dem man NICHT mit Karte bezahlen konnte. Oft war es sogar so, dass das Personal automatisch davon ausging, dass mit Karte bezahlt wird, und das Terminal aktivierte.
Wasser
Ich kann nicht über Reykjavik schreiben, ohne zum Schluss ein paar Worte über das Leitungswasser zu reden. Island hat wohl das sauberste Leitungswasser der Welt. Daher: Nicht andauernd im Supermarkt PET-Flaschen kaufen, sondern eine leere Flasche im Hotel mit kaltem Wasser füllen. Das Zeug schmeckt so verflucht gut, dass ich das Wasser hier in der Schweiz fast nicht mehr herunterbringe.
Ich hoffe, hier waren ein paar hilfreiche Infos dabei, falls ihr auch mal ins schöne Island wollt.
